KUBA- 14 Tage in einem einzigartigen Land

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Nur 7 Tage Vorlaufzeit standen mir zur Verfügung bis die Eurowings-Maschine ab Köln mir mir nach Varadero in Kuba abheben sollte. Zunächst sollte unbedingt ein Reisepartner gefunden werden, welcher mit Russell, einem Australier auf Weltreise, den ich zufällig in Porto kennengelernt hatte, gefunden wurde. Seiner Recherche nach, sollte die Einreise nach Kuba mit einigen kleineren Hürden verbunden sein, was sich aber als nicht aktuell herausstellte, zumindest an diesem Flughafen. Alles was man zur Einreise neben einem Reisepass braucht, ist eine Touristenkarte, die man für 26€ am Flughafen bekommt und lediglich der zusätzlichen Geldeinnahme Kubas dient Zwinker

An dieser Stelle kurzes Lob an TUIfly .com und Eurowings, die mir den Returnflug in der Hochsaison für 420€ (sogar 330€ wären im ähnlichen Zeitraum möglich gewesen) inkl. Gepäck und Essen in einem neuen Flugzeug bescherten.

In Varadero selbst entschieden wir uns die ersten 1-2 Nächte in einem der zahlreichen Hotels dieses Sonder/Tourigebiets Kubas zu verbringen. Unsere Wahl viel dabei auf das Sunbeach Hotel welches einen Internetpreis von 76€ fürs Doppelzimmer und All Inn versprach. Vorort ohne Reservierung bekamen wir genau das Versprochene und waren sehr positiv überrascht. 3X gutes Essen am Tag und Getränke passten auch, allerdings alles in Plastikbechern. Das der Strand in dieser Ecke Kubas mit der Beste der Insel ist, ist logisch. Kilometerlanger heller Strand mit (türkis blauem Meer . Allerdings ist das Schnorcheln nach meiner Erfahrung in dieser Ecke schlecht, aber der Rest kann was Zwinker

Nach 2 Nächten  sollte es dann endlich ins richtige Kuba gehen. Dazu wählten wir den Touri/Hotelbus nach Havana welcher nur 2 Euro teurer war als der vom Busbahnhof, welcher 20 Gehminuten entfernt in der Calle 36 gegenüber der Bank liegt. In Havana angekommen war man zunächst einfach buff. Überall herausgeputze Americano Cars, alte brüchige Gebäude, Menschen und Kultur an jeder Ecke. Einfach Kuba! Die zuvor per Couchsurfing ermittelte private Unterkunft die in Kuba Casa Particular genannt werden und mit einem Anker an der Eingangtür gekennzeichnet sind, wurde gefunden aber trotz des Rekordpreises von 5 C.U.C., was 5 Euro entspricht abgelehnt, da sie nur ein schmales Doppelbett bot. Also sind wir in einer netten Wochung für 25 Eu inkl. Support einer netten Reaggae-Frau untergekommen. Havanna ist meiner Meinung nach eine Stadt, die es so nur einmal gibt. Pures Leben, authentisch, spannend. Man kann einen guten Mojito für 1,50-2€, sehr geile Burger und Sandwiches für 1-1,50€ und eine Flasche Rum für 2€ bekommen, wenn man sich ein bisschen umschaut und rumfragt Zwinker

Was man noch wissen sollte, ist das man Taxipreise  immer drücken sollte und es kein Salsa-Fest gibt, egal wie viele Guides mit Ausweis euch vollquatschen. Sie wollen nur eure Aufmerksamkeit um euch dann irgendwas zu verkaufen Zwinker Wir kauften Zigarren im Flur eines Hauses, guter Preis für uns, aber natürlich machen die Kubaner immer noch ordentlich gewinn. Kostet sie die Box ja nur zw. 0 und 14 Euro was man so hört Smile

Von Havanna aus ging es nach 3 Nächten nach Trinidad, an der Südseite der zentralen Region Kubas. Leider passte der Abfahrtstag der Zuges nicht, so dass es der Bus sein sollte. Allerdings kann man das Ticket nur Vorort kaufen und somit wurde die Option Privatfahrer für 25€ pro Person besser. Wurde uns ein neues Auto  versprochen stellte sich dieses als alter Lada heraus und natürlich wollte der Fahrer von uns beiden jeweils 5€ mehr. Nach einem Wutanfall sagte ich mir, okay er will das Spiel, dann spielen wir. Er hat natürlich noch 2 weitere Gäste eingeladen und dann ging es die gut 300km in südöstlicher Richtung entlang. Auffällig war hierbei, dass am Rande von Dörfern und Städten Kubaner mit Scheinen wedelten, um von einem Privatauto mitgenommen zu werden. Transport besonders in den kleineren Städten und Dörfern scheint ein Problem zu sein oder ist es vielleicht nicht, sofern man noch paar kubanische Pesos zum Wedeln hat. Ja es gibt 2 Währungen, noch..denn bald soll es nur noch eine geben. Der CUC wurde 2004 eingeführt, damit die Touris nicht mehr das Land mit Dollar überschwemmen Zwinker In Trinidad angekommen, dann den Fehler des Fahrer ausgenutzt und ihm jeweils 25 Tacken in die Hand gedrückt. Sein erwidern 30 Peso, wurde dann mit einem Gracias, Lächeln und Abgang beantwortet. Verarsch wen anders, uns nicht Zwinker Die Casa Particular, die uns von unserer Casa-Mom in Havanna vermittelt wurde, stellte sich als Finka heraus, die in jeglicher Hinsicht zu überzeugen wusste. Preis auch hier 25 CUC für die Nacht im Doppelzimmer mit 2 Betten, faires Ding auf jedenfall. Am nächsten Tag für 2 Tage a 5€ nen Rad gemietet, um flexibel die Strände erkunden zu können. Der nächste gelegene ist in 3km der Playa de Boca, welcher mit einer netten Bucht daherkommt, allerdings durch seinen kieseligen Strand klare Minuspunkte sammelt. Nach kurzer Stärkung an der Bar, ging es ca. 30 min weiter bis man zu einem kleinen, feinen Sandstrand gelangt, der mit Kokosnuss für 1Eu, Bier (Bucanero) für 2Eu und super Korallen bzw. Fischangebot für Schnorchler zu überzeugen weiß. Auch zu empfehlen ist der Playa Ancon, ca. 15 min weiter. Dieser ist ein deutlicher größerer Strand an dem sich einige Hotels angesammelt haben. Bier hier nur 1 CUC und Sonnenuntergang stark. Tipp: Lasst euch danach per Americana Taxi zurück nach Trinidad bringen. Fahrräder werden in Kofferraum geladen und dieser mit Seil gesichert, alles ,,easy'' , Kuba. Trinidad selbst ist eine nicht allzu große Stadt, welcher viele Pferdewagen beherbegt. Es gibt 1-2 Touristraßen und einen zentralen Platz. Generell brauch man in Kuba um an Geld zu kommen entweder Euro oder eine Kreditkarte mit der man samt Reisepass eine Bank aufsucht, PIN nicht nötig. Als Tipp wird einem häufig von einer Cave (Höhlen)-Bar/Club erzählt. Meine Resumee dazu: Sehr coole Location, allerdings Getränke mies und Musik naja, geht so. Also nicht soo der Hit.

Von Trinidad aus sollte es per Bus nach Cienfuegos gehn. Allerdings sollte der nächste erst in 5h gehen, so dass man glücklicherweise ein neongrünes Americano-Taxi für denselben Preis klären konnte. Von dort ging es dann nach kurzem Infos einholen. Per Taxi die 15km zum Playa Rancha Luna, wo wir vorhatten uns eine Casa Particular in direkter Strandnähe zu sichern. Gelang auch ohne Probleme zum runtergehandeltem Kurs von 20CUC für 2 pro Nacht . Dieser Strand ist definitiv zu empfehlen, ist doch ausreichend los, Tauchen kann man für 35CUC (auch ohne Schein). Allerdings schließt alles um 7 und man muss sehen wie man die Abendgestaltung verlebt. Entweder trinken mit Nachbarinnen im Casa /Strand oder auf in die Stadt, welche aber auch nicht 100% bzgl. Party zu überzeugen weiß.

Nach 3 Nächten, sollte es für mich weiter in Richtung Playa Larga gehen, allerdings geht der Bus schon um 9 Uhr, was für mich aufgrung eines Bankbesuchs unmöglich war. So entschied ich mich noch einen Strandtag dranzuhängen und nach einer Nacht in einer Casa in Cienfuegos am nächsten Morgen nach Varadero per Bus zu fahren, um noch einmal 2 Tage im All In- Modus zu verbringen.

Problematisch war, dass der Hotelpreis nun bei mehr als dem Doppelten lag und die Suche nach einer Casa zunächst nicht erfolgreich war. Also nach trinkfreudigem Abend in Gesellschaft eine Nacht am Strang abgelegt. Wahnsinn was am kubanischen Himmel nachts so abgeht. 2 Hinterherfliegende Kampfjets, ein ,,Ufo'', was offensichtlich ein sehr hoch fliegender Hubschrauber gewesen sein muss, sowie zahlreiche Passagierflugzeuge. Am nächsten morgen um einige Mückenstiche reicher, dann nach 1,5h Suche am 24. tatsächlich noch eine Casa Particular gefunden. Eine Dusche kann ja so gut tun Zwinker Praktisch das die Casa nur 3 Straßen von Busbahnhof in der 36. liegt. Abends dann noch 2 Clubs abgecheckt allerdings mit mäßiger Bewertung wieder verlassen. Also Partymäßig erscheint mit dieser Teil Cubas doch recht dürftig. In Santa Marta unweit von Varadero bestätigt sich dieser erste Eindruch ebenfalls. Mit meinen letzten 6 CUC den Bus um 12 Uhr (Abfahrtzeiten sind 8,12,14,16 u.18 Uhr) zum Flughafen genommen. Empfehlenswert dort ist es die Cafeteria im ersten Stock aufzusuchen, da dort das Bier nur 1Eu kostet und nicht wie unten 2,50 Zwinker

Flieger war aufgrund des Reisetags nur zu knapp 50% gefüllt, so dass man genug Platz hatte das Entertainmentangebot in gechillter Position wahrzunehmen.

Fazit: Kuba ist ein wunderbares, einzigartiges Land, welches man schnell besuchen sollte, da ab nächsten Jahr mit massig US-Touristen zu rechnen ist und dann vieles teurer wird und es dadurch und durch US-Investoren deutlich an Charme einbüßen wird/könnte.