Hà Nội

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Hà Nội – die wohl stilvollste Metropole, die ich je erleben durfte.

Glücklicherweise habe ich die Gelegenheit bekommen, ganze 3 Monate dort durch meine Arbeit dort verbringen zu dürfen. Somit habe ich da Einiges gesehen, genossen und erlebt. Vor allem genossen! 

Whatever. Landet man irgendwo, steht man immer vor dem selben Problem: Angekommen, Unterkunft save aber wie komme ich jetzt da hin? In Hanoi ist das echt easy going. Klar, es gibt wie immer die Möglichkeit –  je nach Dauer der bisherigen Reise – ganz klassisch ein Taxi zu catchen und sich die letzten Mark aus der Tasche ziehen zu lassen. Kleiner Tipp dazu: nach Möglichkeit immer ein kleines Taxi nehmen, denn in Hanoi gilt: je kleiner das Auto desto kleiner der Preis Zwinker Je nach Taxi-Unternehmen und halt der Größe des Gefährts liegt der Preis bei 275.000 bis 450.000 Dong (als ich da war – März bis Mai 2015 lag der Wechselkurs bei 23.000 – 25.000 Dong pro Euro) also seid Ihr für max. 20 Schleifen im Old Quarter. Aber nun gut, für uns als low-budget traveler ist das keine Alternative. Natürlich gibt es auch öffentliche Verkehrsmittel! Und zwar den guten alten Bus, übrigens mein persönlich liebstes Reisemittel für Langstrecken. Linie 7 und 17 fahren ca. alle 30 Minuten und nehmen rund 9.000 Dong pro Fahrt und brauchen rund 1 Stunde pro Weg. Naja, ich habe auch ein paar witzige Badener kennen gelernt, die während der Busfahrt “kleine Probleme” hatten. Einen Platten Lach Und dann mussten die Jungs halt den Reifen auf dem neugebauten Highway wechseln und es dauerte ein paar Minuten länger Lach Taxi und Bus sind allerdings auch die einzigen Möglichkeiten vom Flughafen in die City zu kommen. Straßenbahnen sind in Hanoi Fehlanzeige. Züge gibt es trotzdem, mit denen kann man echt eine ganze Menge in Vietnam ansteuern. Preise sind nicht ganz so schlank gestaltet wie man es aus Südostasien kennt. Klapperklasse kostet wie gewohnt einen Appel und ein Ei aber sobald man eine längere Reisen antritt, sollte man schon von den Holzsitzen absehen und ein wenig “Komfort” buchen. Meist ist der Preis für komfortable Sitze bei rund 60, 70% des Flugpreises. Aber egal, ich verliere den Faden. Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es eine Busstation relativ zentral gelegen und da werdet Ihr auch rausgeschmissen. Die absolute Backpacker-Area ist das old quarter und sollte nur einen Katzensprung entfernt sein. Wo wir dann schon bei der Backpacker-Area sind, kann ich Euch in diesem Zusammenhang auch nur empfehlen, dort zu nächtigen. Dürstet es Euch nach günstigem Bier, Cocktails und spontanen Bühnenauftritten mitten auf der Straße, seid Ihr dort genau richtig. Hostels gibts da auch alle Nase lang. Und im olq quarter kriegt man alles, wirklich alles. Unzählig viele kleine Läden, die überwiegend The North Face Sachen verkaufen. Ich bin allerdings nicht sicher, ob es sich dabei um nachgemachte Klamotten oder Originale handelt, Preis und Qualität passen allerdings! Wie auch immer, im old quarter kann man wunderbar essen, typisch vietnamesisch eine Pho (Reisnudelsuppe) oder Bun Cha (Reisnudeln mit kleinen Hack-Patties) aber auch internationale Küche gibts dort zu genüge. Nachm Essen kann man sich super in einem der vielen Cafés oder Bars mit Blick auf das Hoan-Kiem Lake niederlassen und einen vietnamesischen Eiskaffee trinken, der ist echt ne Wucht!

Aber Hanoi besteht ja nicht nur aus dem old quarter. Selbstredend gibts dort auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit. Wer Bock auf Landschaft, Natur und Tiere hat, wird dort nicht ganz glücklich werden. Denn Hanoi ist eine fast reine Kultur-Tour. Beliebtester Anlaufpunkt wird wohl das Ho Chi Minh Mausoleum sein, in das ich aber nie reingegangen bin, da ich keinen Bock hatte, mich in die 1km lange Warteschlange einzureihen, um mir Ho Chi Minh anzusehen. Aber alleine auch von außen ist das Teilchen echt ein Hingucker! Und das Praktische daran ist, direkt nebenan liegt auch der Präsidentenpalast, richtig schniekes Gerät. Gute 15 Fußminuten entfernt findet man dann den Temple of Literature. Dort war wohl die erste Universität in ganz Vietnam. Trotz toller Historie kein wirklich spannender Ort. In die andere vom Richtung vom Ho Chi Minh Mausoleum ist man keine 10 Minuten unterwegs und landet am West Lake, dem größten der gefühlt hunderten Seen in Hanoi. Ich kann echt nur empfehlen, sich an einem angenehmen Tag ein Rad zu leihen und die 17km einfach mal um den See zu fahren. Man erlangt irre viele Eindrücke dadurch und kann sich auch dort immer mal genüsslich auf ein Käffchen oder ein kaltes Pils hinsetzen. Auf der Runde fährt man auch an Hanois waterpark vorbei. Ich bin leider nie dazu gekommen, mal reinzuschauen aber die locals stehen wohl voll drauf! Bevor man dann wieder ins Hostel im old quarter fährt, kann man dann noch an der Oper vorbeifahren. Auch ganz nice anzusehen! Im old quarter gibts auch noch eine Kirche die Notre Dame seeehr ähnelt, kann man sich auch mal geben. Und abends steigt dann die Party auch im old quarter! Ich kann nur raten, nicht in die Hair of the Dog Bar zu gehen, da wurde nicht nur mir das Handy geklaut. Ich persönlich fand die BaseBar ziemlich geil und die haben auch irgendwie abends immer Cocktail Happy Hour (2 für 1). Wenn man mal was Westliches essen mag und Fleischfan ist, ist das Moose & Roo Smokehouse auf der Hai Ba Trung der Renner. Aufgemacht im Biergartenstil mit einer richtig netten Theke lässt es sich dort echt richtig gut aushalten. Naja, das so als kleiner Einblick in Hanoi.

Abschließend muss ich allerdings sagen, dass diese Stadt einfach unheimlich stark auf mich gewirkt hat und die Atmosphäre mich vollkommen überwältigt hat. Wenn man mal in der Ecke ist, in meinen Augen ein absolutes Muss!