Georgien & Armenien – Ein Trip in zwei noch wenig touristische Länder

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Die letzte Woche vor Beginn meines neuen Jobs sollte noch einmal für eine Reise genutzt werden, schließlich sind im Berufsleben Urlaubstage rar und manchmal wertvoller als Geld. Beim Blick auf die Karte stellte sich mir fest, dass es mittlerweile gar nicht mehr so viele gute und preiswert zu erreichende Neuziele, die sich für 7 Tage lohnen, gibt. Vor einiger Zeit hatte Georgien durch zwei Einträge im Lonely-Planets-Top-500-Spots meine Aufmerksamkeit bekommen und ich hörte, das Land wäre 2017 auch vom Verlag als Nr. 1 Tipp genannt worden. Da mein Hausairport Dortmund dank der super Wizzair über eine Direktverbindung nach Kutuasi, Georgien, verfügt und sich dier Weg zu 60€ buchen lassen konnte, folgte ein Anruf bei Kumpel Schönen. Dieser hatte bereits im letzten Jahr einen Trip nach Georgien gebucht, konnte diesen allerdings nicht antreten und erschien mir daher als interessierter Kandidat. Glücklicherweise konnte er kurzfristig Urlaub nehmen und so konnte der Trip zu zweit eingeloggt werden. Challenge für mich zunächst war jedoch, den Flieger am frühen Sonntagmorgen zu bekommen, war ich doch in der Nacht zuvor noch auf einer Hochzeit in einer anderen Stadt. Auch ohne die Hilfe von Jochen Schweizer den Absprung geschafft, brachte uns nach einem Freibier am Flughafen, der Wizzair-Vogel gewohnt zuverlässig ins eher wenigen bekannte Kutuasi. Die Sonne meinte es gut mit uns und so ging es nach erster Geldbesorgung an einem der 3 ATM’s am Flughafen (keine Wechselmöglichkeit) nach kurzer Orientierungslosigkeit zu Fuß zur Hauptstraße, um einen lokalen Minibus (Marushka) zum Transfer in die Stadt zu nehmen. Wizzair bietet in Kooperation mit Georgien Bus auch direkte Verbindungen nach Tiflis an oder verkauft Tickets an einem Schalter zum Transfer nach Kutuasi- Stadt für 5 Lari. Der lokale Bus ist aber mit 2 Lari (66 Cent) günstiger und versprach uns direkt ein klein wenig mehr Abenteuer. Also einfach an die Straße gestellt zu einem Georgier und nach 5 Minuten,wenn überhaupt, hielt ein Minibus und nahm uns mit. Aufgrund von Sprachbarrieren wurden wir allerdings am Bahnhof Kutuasi II rausgelassen. Hier befindet sich auch ein überregionaler Busterminal, jedoch war unser Ziel der Hauptbahnhof Kutuasi I. Per Pedes ging es zur ersten Erkundung also durch die Stadt. Es fiel auf, dass es neben einer veralteten Infratruktur (Strom, Straßen, Gebäude) auch viele ansehnliche Wohnhäuser und einen hohen Anteil an Mittelklassewagen ala Mercedes und BMW gab. Viele waren älteren Semesters, aber es gab auch auffällig viele teure neue SUV zu sehen. Am Bahnhof Kutuasi I angekommen, wollten wir uns Tickets für den nächsten Nachmittag nach Georgien sichern, jedoch war dieser ausgebucht, so dass wir uns für den frühen Zug entschieden und zu 1,33€ für die 5 stündige Fahrt zuschlugen. Im Hostel Temi konnten wir unsere Rucksäcke erstmal im Doppelzimmer, 5€ pro Nase, abgelegt werden. Anschließend bewegten wir uns zur White Bridge, einer der Sehenswürdigkeiten ins Kutuasis Zentrum. Diese Brücke ist seit einigen Jahren nur noch für Fußgänger zugelassen. Ansehnlicher als die Brücke selbst ist aber die direkte Umgebung, mit Grünflächen entlang des Flusses, Bergen und einer netten Bar namens Kutuaisi Gardenia mit Biergarten und exzellenten Electro- und 2000er-Beats direkt am Fluss. Großes Bier gabs für 1€ aus der Flasche und akklimatisierte wir uns erstmal optimal. Da an diesem Tag in Georgien Ostersonntag war (wird eine Woche nach Ostern in Deutschland gefeiert) hatten viele Geschäfte und Restaurants geschlossen. Daher kauften wir uns noch ein paar kühle Flaschen am Kiosk und auf dem Hostelbalkon ging der Abend mit ein paar anderen Leuten und einer angeregten politischen Austausch von Schönen mit einem abgedrehten deutschen Radler, der in Sibieren gestartet ist, zu Ende.

 

Der Wecker klingelte früh um halb 5 und es blieb nicht allzu viel Zeit um zum nahegelegenen Bahnhof zu laufen. Passte alles und wir konnten zwei der Hartplastikschalensitze einnehmen. Wie sich rausstellte war dies im Laufe der Fahrt Gold wert. Der Ostermontag führte zu einer ausgeprägten Reiseaktivität der Georgier und so war schon eine Stunde später der Zug rappelvoll und die meisten Passagiere mussten stehen. Nach unzähligen Haltestellen und immer entlang eines Flusses erreichten wir gegen Mittag die Hauptstadt Tiflis. Wir hatten im Vorfeld für die erste Nacht das Hostel Parallax (ziemlich zentral) in Tiflis gebucht und legten den Fußweg von einer knappen Stunde erneut zu Fuß zurück. Klar man hätte auch in 10 Minuten mit der Metro fahren können, aber so konnten wir uns schon einmal direkt einen Eindruck von den Vierteln Tiflis machen. Uns empfing ein kleiner Inder und das Hostel machte einen guten Eindruck, abgesehen davon, dass wir neben einem neugierigem Aserbaidschaner die einzigen Gäste zu sein schienen. Nach unserer ersten Dusche in Georgien und einem kleinem Einkauf im großen Supermarkt, ging es den Fluß entlang über eine moderne, futuristische Brücke, über gepflegten Grünanlagen zu einer Seilbahnstation unterhalb des Präsidentenpalastes. Von hier nahmen wir für 1€ zzgl. 0,66Cent für die Karte die Gondel, um zu den Burgruinen oberhalb der Altstadt von Tiflis zu fahren. Hier hat man einen wirklich coolen Blick über die Stadt und kann noch weiter über die Burgruine aufsteigen. Schönen entschied sich eine Fahrt mit der Zipline-Bahn über den Botanischen Garten auf der Rückseite des Berges für 10€. Eine spaßige Sache, die ich aufgrund meines Respekts vor allem was mit Höhe zu tun hat, lieber ausließ. Zurück,also bergab, ging es in gut 20 Minuten zu Fuß. Am Abend galt es dann für uns die Fahrt am nächsten Tag nach Armenien fest zu machen, was eine größere Nummer wurde, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Wir fragten unseren Hostelmajor, ob er wen kenne, der uns dorthin fahren könne, worauf der wiederum seinen Chef anrief und nach einigem hin und her telefonieren, hieß es, dass uns jemand für umgerechnet 60€ pro Mann hin und zurück fahren würde. Runtergehen wollte der Telefonjoker nicht, so dass wir uns auf der Straße noch nach einem weiteren Angebot erkundigten. Die ersten zwei Fahren lehnten eine Fahrt ins Nachbarland ab, an einem Taxistand nahe des Hostels wurden wir fündig und hier konnte auch das zunächst genannte Angebot einfach gesenkt werden, so dass wir für 40€ pro Mann zuschlugen und gleich unsere gewählte Abholstelle einmal zeigten. Den Abend verbachten wir dann in der Bar Warszawa, einer polnischen Kneipenkette, die das gezapfte Bier für eine Euro anbietet.

 

Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr zur Abholstelle nahe des Hostels, wo unser Fahrer mit seinem schwarzen Mercedes bereits wartete. Sein Englisch war quasi gleich null, aber er war sympathisch, so dass die Fahrt insgesamt gut und ohne Probleme verlief. Im Vorfeld hatten wir entdeckt, dass eine Straße nach Armenien wegen Bauarbeiten (angeblich zum Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen vor Schüssen) gesperrt war und wir daher laut google maps, über einen Streifen des aserbaidschanischen Gebiets fahren müssen. Da man als Deutscher für Aserbaidschan ein Visum, welches man zuvor beantragen muss, benötigt, waren wir kurz verunsichert, aber vertrauten auf das Wissen des Fahrers. So erreichten wir nach 1,5 Stunden die Grenze zu Armenien, welche aufgrund fast keiner Grenzgänger in diesem Moment im nu passiert werden konnte. Die bergige Landschaft und Weite genießend kamen wir nach weiteren 2,5 Stunden an der armenischen Version eines Rastplatzes an. Unser Fahrer nutze diesen, um wie viele Armenier seinen Wagen mit Erdgas aufzutanken. Dies erschien uns hier, eine weit verbreitete Umrüstung zu sein. Für gut 7Eu aufgetankt ging es die letzten Kilometer weiter zum Ziel, dem Sevan-See. Dieser ist mit einer Größe von knapp 1.300km² der größte Süßwassersee im Kaukasus und liegt auf einer Höhe von 1.900m. Neben einer beeindruckenden Kulisse, befindet sich eine alte Klosteranlage auf einem Hügel direkt am See, so dass dieses Panorama bei 27°C ideal war. Am Fuße des Klosters fanden wir einen Souveniermarkt, leider ohne Postkarten, sowie ein Restaurant vor. Nachdem alles angesehen wurde und genug Zeit zum Genießen verstrichen war, baten wir unseren Fahren uns in die nahegelegene Stadt Sevan zu fahren, um dort in ein Restaurant einzukehren. Nach einigen Umwegen und Fragen, stellte sich raus, dass es kein Restaurant in der Stadt selbst geben soll, so dass wir auf eines in der Nähe des Sees entlang der Fernstraße zurückgriffen. Essen war gut, jedoch wollte der junge Kellner uns bescheißen, was aber mit uns nicht funktionierte Zwinker Am Nachmittag ging es dann auf den Rückweg, welcher unser Fahrer sportlich und fast immer elegant durchzog. In Tiflis nach 4 Stunden angekommen ging es Abends in die ,,Fabrika‘‘, einer Bar und Restaurantareal nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt, jedoch einige Kilometer von der Altstadt. Hier befindet sich auch ein Hostel im Stile eines Hotels mit riesiger Lobby, Bar, DJ und Tischservice. Sehr cool, aber nach einem Pivo zog es uns dann vor die Tür, wo viele Studenten und Traveler den Abend genossen. Nachdem unser Pegel auf ein gutes Niveau gebracht wurde und wir mit einem georgischen Craftbeer einen Fehlgriff landeten, ging es in Richtung unserer Kojen.

 

Am nächsten Morgen ging es zum zentralen Kreisverkehr im Zentrum, von dem aus ein Minibus zu dem Höhlenkloster Dawit Garedscha. Aufgrund von Bauarbeiten an der Abfahrtstelle hielt der Minibus nur kurz. Anmelden konnten wir uns bei einer englischspachigen Frau, die rund eine Stunde vor Abfahrt (ca. 10-11 Uhr mein ich) Touristen anspricht. Im Minivan ging es für 20Lari pro Nase. Die Fahrt in den Westen Georgiens, direkt an die Grenze von Aserbaidschan dauerte rund drei Stunden, wobei allein eine Stunde auf eine unasphaltierte, steinige Bergstraße auf die Anhöhe des Klosters entfiel. Wir entschieden uns zunächst den rund zwei stündigen Wanderweg um und oberhalb des Höhlenklosters zu nehmen. Neben weiteren Höhlen traf man hier zunächst auf einen Gebäude, welches als täglicher Posten zweier georgischer Grenzsoldaten diente. Von hier ließ sich das asberaidschanische grüne Flachland abwärts des Berges bestens beobachten. Der Weg führte uns weiter entlang der Bergkamms über einen mit Stangen markierte ,,Weg''. Dieser gehörte genau genommen schon zum Niemansland zwischen beiden Ländern, den einige hundert Meter entfernten Grenzzaun von Aserbaidschan hatte man stets im Blick. Hier traf man auf weitere Höhlen, welche mit jahrhunderte alte Fresken verziert waren. Teilweise waren diese gut erhalzen, teilweise leider in einem schlechten Zustand. Da sich anscheinend niemand, um den Erhalt dieser Kunstwerke kümmert, sind diese dem Verfall und der leider nicht vermeidbaren Abnutzung ausgesetzt. Am Ende des Weges trafen wir dann auf zwei asberbaidsanische Grenzer, die ebenfalls ihren Posten hier täglich halten. Das Höhlen- oder auch Felsenkloster genannt schauten wir uns zuletzt an und optisch bildet dieses ein spektakuläres Bild. Die Besichtigung selbst war nicht so gut wie erhofft, da man in die Höhlen nicht eintreten konnte , teilweise sind diese auch bewohnt, von daher wenig verwunderlich. Alles im allem dennoch ganz nett und eine beachtliche Anlage, vorallem wenn man die Abgelgenheit dieser Ortes bedenkt. Das Ausflugsziel ist mitsamt der absolut spaktakulären (Mars)Landschaft in jedem Fall die Reise wert. Auf dem Rückweg ging es mit einem Pausenstop an einem Hostel, am Anfang der wilden Piste hinauf zum Kloser, zurück in die Hauptstadt Tiflis. Auf halben Wege begegnete uns noch ein außergewöhnliches Gefährt. Hinten ein halbes Auto als Fahrerkabine und vorneweg ein Pferd, so etwas sieht man auch hier nicht oft Lach Der Abend verlief gewohnt lecker und flüssig. In diesem Punkt kann Georgien auch definitiv punkten.

 

Der nächste Tag sollte für die weitere Besichtigung von Tiflis genutzt werden und so stießen wir im Reiseführer auf die Info über einen Freizeitpark aus Sowjetzeiten, hoch über den Dächern von Tiflis. Zunächst galt es für mich allerdings das Hostel zu wechseln, da die zwei anderen dort allmählich nervig wurden und so fiel die Wahl auf das absolut zentrale und unfassbar günstige Taj Hostel für 10 Lari sprich gute 3€ die Nacht im Dorm. Per Standseilbahn ging es für einen guten Euro anschließend hinauf zum Freizeitpark und der Blick übertraf den von den Burgruinen zwei Tage zuvor nochmal deutlich. Ein Teil der Fahrgeschäfte war in Betrieb, jedoch war der Besucherzustrom insgesamt eher gemäßigt. Die Achterbahn konnten wir aus zweierlei Gründen nicht nutzen, 1. War Schönen mit seinen 2m zu groß und 2. brauchte es immer 6 Leute, um einen Wagen starten zu lassen. Daher folgte nach einem Foto vom Riesenrad ohne Rad ein wirklich guter Aufenthalt in einer Bar/ Biergarten im Freizeitpark, welcher unser Interesse mit lauten Elektrobeats geweckt hatte. Einen Besuch in diesem Freizeitpark kann ich insgesamt definitiv empfehlen, zumal es keinen Eintritt gibt. Den Weg zurück traten wir zu Fuß an und so konnte auf halber Strecke noch ein Kloster gut mitgenommen werden. Nach einem leckerem Essen im Keep Calm Restaurant verbrachte man dann den Abend im Stadtzentrum, wobei wir in einer kleinen Gasse ein nettes und gut besuchtes Lokal fanden. Nach einem Einkauf bei unserem Stammbäcker, der für kleines Geld superleckere georgische Backwaren anbot, trennten sich die Wege von Schönen und mir. Er nahm den zuvor gebuchten Bus zurück zum Flughafen nach Kutuasi, von wo es über Berlin für ihn zurück nach Hause ging. Ich hingegen hatte nun noch 2 volle Tage, bevor mein Rückflug am Sonntagmorgen anstand.

 

Den nächsten Tag startete ich mit einer Metrofahrt (2Lari/0,66Cent) zum Hauptbahnhof, um mir mein Zugticket für den nächsten Tag zu sichern. Das gute Stück gabs diesmal für einen anderen Zugtyp, der am nächsten Mittag auf der Strecke fuhr, für 16Lari / 5,30€. Nach Rückfahrt mit der Metro entschied ich mich zu einem Besuch des Nationalmuseums Georgiens, welches nur 5 Gehminuten von meinem Hostel entfernt lag. Der Eintritt belief sich auf ca. 4€ und so konnte ich viel über die historische Besiedlung Georgiens, Kleidungsstil und Waffenschmiede sowie die Geschichte Georgiens unter Herrschaft der UdSSR erfahren, Fazit lohnenswert. Im Anschluss entschied ich mich nochmals für die Burgruinen, so dass ich eine kleine Wanderung, bei leider nicht mehr sonnigen Wetter wie in den Tagen zuvor, einlegte. Den Abend feuchtfröhlich erneut in der Kellerbar verbracht, packte ich am nächsten Morgen fix meine 5-7 Sachen und pünktlich um 11Uhr rollte der Zug gen Kutuasi. Diesmal gestaltete sich die Fahrt in 6er Abteilen und mit einem netten belgischen Pärchen als deutlich kurzweiliger als der Hinweg im vollen Großraumabteil mit ungepolsterten Sitzen. Dennoch fuhr der Zug sogar planmäßig etwas länger und so dauerte es 5,5h Stunden bis zur Ankunft. Der interessante Ausblick vom Zug entschädigte aber ganz gut. Zunächst steuerte ich dort zum ersten Ankommen den mir bekannten Biergarten/Bar an der White Bridge an, welcher aufgrund des Wetters heute nur den Innenbereich geöffnet hatte. Dennoch hörte man schon aus der Ferne die Beats und so ging es nach einem Radler zur Stärkung (Bier und Sprite müssen getrennt bestellt werden) in Richtung des berühmten Klosters von Kutuasi. Auf halben Wege traf ich auf einen großen Markt auf dem es hauptsichlich Obst, Gemüse und Fleisch aber auch Textilien und Krimskrams gab. So erstand ich für kleines Geld ein paar neue Socken und Batterien. Zum Kloster hoch selbst, sparte ich mir den Weg und gab mich mit der Ansicht vom Fluss aus zufrieden. Zu Fuß ging es anschließend 45 Minuten zum Fußballstadion von Torpedo Kutuasi, die heute ein Meisterschaftsspiel bestreiten sollten. Bereits vom Barkeeper informiert, dass ab und zu kein Eintritt am Stadion gefordert wird, stellte ich selbiges am Stadion fest. Kein Eintritt, keine Kontrollen, keine Verpflegung im Stadion. Also nach kurzer ersten Blick ab zum Kiosk und dort ein paar georgischen 0,5er Pivos fürs Spiel geholt. Das große und in die Jahre gekommende Stadion war für das Interesse der Fans doch etwas überdimensioniert, aber gefiel mir soweit ganz gut. Nach dem Bierkauf für Halbzeit zwei andere deutsche Reisende kennengelernt, sodass es nach dem Spiel per Taxi in die Altstadt ging und dort in einem stark frequentierten Restaurant die georgische Küche weiter zu testen. Danach traf ich in einer Bar das deutsche Pärchen vom Tagestrip zum Höhlenkloster wieder und verbrachte die letzte Stunde in einer Rockbar nahe der Red Bridge, von der aus mich ein zuvor über Wizzair gebuchter Van zum Flughafen fahren sollte. Die Betonung liegt hierbau auf sollte, denn es kam niemand zum genannten Abholort. Auch die Hilfe eines Georgiers brachte keinen Van zu mir, so dass auf ein Taxi umgestellt werden musste. Am Flughafen angekommen, beschwerte ich mich erfolgreich am Wizz-Transport-Schalter und erhielt einen guten Teil des Bargelds, welches ich dem Taxifahrer nun schuldig war. Gut angeschwippst schlafend vergingen die 4 Stunden Flugzeit perfekt und Dortmund begrüßte mich an einem regnerischen Sonntagmorgen.

 

Fazit: Besonders Georgien hat einen tollen Eindruck gemacht, es gibt einiges zu entdecken und das sehr gute Preisniveau macht dieses Reiseziel äußerst attraktiv für Leute, die gerne sich in etwas ausgefalleneren Orten bewegen. Kosten für die gesamten 7 Tage lagen inkl. der Flüge und des Tagestrips nach Armenien bei unter 300€.