Eine Reise durch den Süden Afrikas- Botswana, Swasiland, Südafrika

Zeitraum: 
Februar, 2019
Kategorie: 

Die Wahl für den diesjährigen Sommerurlaub im Winter viel auf Südafrika, welches mit zwei anderen Nachbarländern also 3-wöchiger Roadtrip bereist werden sollte. Doch wie immer bei einer solchen Fernreise zur beliebten Hauptreisezeit ist ein preiswerter Flug ohne das Verschenken von kostbaren Wochenendtagen der Schlüssel ins Glück. Via Skyscanner und einigen abwartenden Tagen ergab sich mit Virgin Atlantic eine ideale Lösung, welche einige Stunden Stopover in London zwar inkludierten, diese einem jedoch auch die Sicherheit gaben, auch mit Verspätung den Transit entspannt schaffen zu können. Für 590€ return pro Person ging es von Düsseldorf aus los, zunächst mit British Airways. Diese boten widererwarten keinerlei Service an. Wenn man sich mal überlegt, dass der einfache Flug hier sicherlich mit 80Eu aufwärts zu Buche schlägt, schon schwach, aber heutzutage leider ja immer häufiger, auch bei Airlines mit guten Namen, der Fall. Angekommen in Heathrow stellten meine Freundin und ich fest, dass hier die Weihnachtsmaschinerie Ihre Auswüchse zeigte. Etliche Flughafenangestellte und Reisende in den typischen Weichnachtsweatern, meistens Modell very ugly. Beim kleinen Einkauf im Shop wurden zu meiner Verwunderung einige Pfund-Münzen, die ich von einer Reise vor ein paar Jahren noch hatte, nicht mehr akzeptiert. Man kann diese aber wohl in britischen Banken gegen neue Prägungen tauschen lassen. Ein paar Stunden später saßen wir im Virgin Atlantic Flieger gen Johannesburg, Flugzeit etwas mehr als 10 Stunden. Die Versorgung  kann sich als gut bezeichnen lassen. Positiv zu erwähnen ist, dass es Tiger Beer zur Wahl gibt und man auch zwischen verschiedenen Spirituosen als Klopfer wählen kann. Das Entertainment-System lässt leider ein gutes Spiel vermissen, dafür gibt es eine große Auswahl an Filmen und Musik, wobei ein Großteil allerdings auch schon in die Jahre gekommen ist. Gelandet in Johannesburg, erwartete uns vor der Passkontrolle zunächst ein kurzer Fiebercheck. Die Auswahl dazu erfolgte augenscheinlich nach dem 50/50 Zufallsprinzip. Die Passkontrolle selbst war unspektakulär und so orientierten wir uns wenig später zunächst einmal in der Flughafenhalle. Nach prüfen des Taxipreises zum Hostel im trendigen Viertel Johannesburgs am Taxischalter, checkten wir diesen bei den Fahrern selbst gegen, was uns einen 25%- besseren Preis  brachte. Von der Zugverbindung ist übrigens abzuraten, diese sieht neben einem Preis, der bei zwei Personen den des Taxis bereits übertrifft, auch noch einen Umstieg vor und macht nur Sinn, wenn man dann noch von der Park Station, dem Hauptbahnhof, direkt in eine andere Stadt fahren möchte. Wir folgten einem Taxifahrer in das angrenzende Parkhaus und für 18Euro gesamt ging es womöglich mit seinem Privatwagen die halbe Stunde (aufgrund der frühen Zeit kein Verkehr) zum Curiocity Backpacker Hostel. Dieses wird im Netz stark empfohlen und kann neben seiner Lage in einer sicheren, künstleraffinen und mit Cafes gesäumten Straße auch mit einem kleinen Pool im Innenhof sowie einer eigener Bar mit gezapften Bier überzeugen. Da wir weit vor dem Check-In eintrafen, nutzen wir zunächst das Angebot uns zu duschen bevor wir zu einem kleinen Spaziergang in den nahegelegenen Fashion District aufbrachen. Hier wurden wir allerdings schnell aus unserer Blauäugigkeit geholt. Zwar sahen die Straßen sicher aus und es waren nur wenige Leute an diesem sonnigen Tag unterwegs, aber spätestens als ein Einheimischer anhielt und uns mehr als eindringlich dazu riet, schnellstens mit einem Uber zurück zum Hotel zu fahren, wurden wir uns der uns umgebenen Kriminalität und  dem damit verbundenen Interesse an uns bewusst. Aufgrund von Internetlosigkeit ging es schnellen Schrittes zurück. Dort klärte man uns etwas über die Situation in den umliegenden Straßen auf und so ging es zum zweiten Ziel, dem Top of Africa, der Aussichtsebene des höchsten Gebäude Arikas, welches zugleich eine Mall beherbergt mitsamt einem Security des Hostels. Für 30 Rand, knapp 2€ p. P. erhielten wir den Zutritt mittels Fahrstuhl in die oberste Etage des 223m hohen Gebäudes. Hier war erstaunlich wenig los, so dass man ganz entspannt den Rundgang zu allen Seiten machen und den Ausblick über Johannesburg genießen konnte. Der Hostelangestellte versorgte uns noch mit allerhand Wissenswertes über die Stadt. Im Nachgang verabschiedete man ihn mit einem Trinkgeld und zog es vor, noch zu zweit etwas durch die Mall zu gehen. Die Nachfrage, ob wir uns sicher seien, überhörten wir quasi und so kam es dazu, dass wir auf dem Fußweg zurück zum Hostel von 3 Sicherheitsleuten auf der Straße nach unserem Ziel angesprochen wurden. Hier machte uns einer eindringlich auf die Gefahr ausgeraubt zu werden aufmerksam und befahl einem seiner Kollegen, uns bis zum Hostel zu begleiten. Wirklich eine kuriose und befremdliche Situation, wirkte die Szenerie nicht nach Gefahr, aber wir vertrauten selbstverständlich. In der Tat begutachteten einige Einheimische uns in den nächsten 10 Minuten eindringlich und zwei liefen uns auf der anderen Straßenseite hinterher. Ohne den Security wären wir wohl echt ausgeraubt worden. Dies genügt uns dann auch der Aktion für diesen Tag und so verbrachten wir die restliche Zeit in einem Restaurant, bei einer kleinen Hinterhof Salsaparty sowie  bei einem Getränk an der Hostelbar.

Am nächsten Morgen hieß es nach einem leckeren British Breakfast im Hostel gegen kleines Geld den Weg per Uber zur Park Station anzugehen, um uns dort für den Bus nach Gabarone, der Hauptstadt Botswanas, einzufinden. Uber ist das Haupttransportmittel für Weiße in südafrikanischen Großstädten und das Hostel bot diesen Service für uns an. Auf dem Weg zur Bahnstation wurde wir zum  ersten Mal mit dem großen Müllproblem Johannesburg konfrontiert. An vielen Kreuzungen stapelt sich der Müll, vieles wird einfach achtlos weggeworfen. Zudem wurde uns die Armut in manchen Straßenzügen, die wir sahen, bewusst. Angekommen an der Station nutzen wir unseren Zeitpuffer noch, um uns um die spätere Weiterreise in den Krüger-Nationalpark zu kümmern, jedoch verging die Zeit aufgrund einiger Warteschlangen zu schnell, so dass es zum ,,Boarding‘‘ des Busses nach Gabarone ging. Hier wird zunächst das Gepäck gewogen und mit einem Schildchen versehen. Der Bus von der Firma Intercape, mit das größte Busunternehmen Südafrika, bot viel Beinfreiheit, gut verstellbare Sitze und man hatte sogar die meiste Zeit Wifi. Die Tickets für den 8 stündigen  Hin- sowie  Rückweg orderten wir noch zwei Tage vorher während des Stoppovers in London, da wir aufgrund des Weihnachtstages und des Hinweises ,,nur noch wenige Tickets‘‘ uns nervös werden ließen.  Im Endeffekt war der Bus vielleicht halbvoll, aber für gut 20eu pro Weg waren wir so auf der sicheren Seite. Die Grenzkontrolle verlief soweit rund, zog sich aufgrund des Andrangs aber doch etwas. Wir wurden auf südafrikanischer Seite kurzerhand zum Schalter, der eigentlich für die Einreise bestimmt war, beordert und hier wurden auch im Prinzip 50/50 alle Fingerabdrücke genommen. Auf botswanischer Seite war alles ebenfalls okay und so erreichte man ca. 45 Minuten später die Hauptstadt Gaborone in der Dämmerung am Busbahnhof aka Tankstelle mit 3-4 Reisebüros. Am ATM vorm Eingang der Tankstelle kurz ein paar Divisen besorgt, ging es via Taxi mit einem anderen Pärchen durch die Dunkelheit gen Unterkunft. Eingebucht hatten wir uns für zwei Nächte in ein Guesthouse mit Pool, welcher sich als wichtig erweisen sollte. Leider konnte uns an diesem Heiligabend kein Essen mehr angeboten werden, so dass wir das Angebot eines angetrunkenen Äthiopiers dankend annahmen, mit seinem SUV zu einem guten Steak-Restaurant zu fahren. Einziger Haken war, noch kurz sein traditionelles Essen bei Familienangehörigen in der Nähe abzuholen. Während der rasanten Fahrt erzählte uns der Gute dann, dass es in Gaborone sehr viele Unfalltote u.a. durch Alkohol gibt, ahja. Angekommen im Bull & Bush Pub gab es Gott sei Dank noch Fleisch auf die Gabel gefolgt von ein paar Runden Billiard Deutschland vs. Äthiopien. Da unser Begleiter weiter ordentlich am Wodka schlürfte, zogen wir es vor, dann doch die Heimfahrt anzutreten, bevor dies schon die letzte Station unserer Reise bzw. unseres Lebens wurde.

Der Morgen begann wiedermal mit einem British-Breakfast, welches hätte etwas größer ausfallen können, aber gut, es war inkludiert. Find ich im Urlaub so eine Abwechslung mal gut, könnte ich mir hingegen so ein Frühstück in Deutschland zu keinen Zeitpunkt vorstellen. Als Tagesprogramm hatten wir uns einen Besuch des Gaborone Game Reserve vorgenommen, um einen ersten Einblick in die hiesige Tierwelt zu bekommen. Dieser liegt innerhalb der Stadt und ist daher schnell zu erreichen und zudem mit 1 Euro äußerst preiswert. Blauäugig dachten wir, man könne zu Fuß den Park erkunden, jedoch ist dies aufgrund der vorhandenen (Gift-)Schlangen untersagt. So engagierten wir kurzerhand den Taxifahrer und bei 7 Euro für eine Stunde wurde man sich einig. Zu sehen gab es u.a. Impalas, Strauße, Antilopen, Affen, Adler und riesige Termitenhügel. Zebras waren uns leider nicht vergönnt, was auch mit der Hitze von fast 40°C und deren angeblich guter Versteckfähigkeit zusammenhängt, wie man uns sagte. Im Anschluss ging es aufgrund akutem Durst erst einmal in die große Mall der Stadt. Auch in Botswana sind Supermarkt und Alkoholverkauf in zwei Läden separiert. So fand man sich wenig später in der Kühlkammer voller interessanter Biere wieder, ein kleiner Himmel für Untapped-User. Aufgrund der Weihnachtstage war in Gaborone allgemein wenig los, da die meisten Einwohner Ihre Verwandten in den Dörfern und Städtchen Botswanas besuchen. Dies führte auch dazu, dass es extrem wenig Taxen gab. Nach über 30 Minuten fanden wir eines und so ging es bei strahlender Sonne und mittlerweile 40°C für den Rest des Tages mit gutem Windhoek Pils in den Pool. Am Abend wurde dann das Aufsuchen eines Restaurants erneut zum kleinen Abenteuer. Zwar waren einige Schnellrestaurants in 15 Minuten per Pedes zu erreichen, jedoch ging die Sonne so schnell unter, dass wir die Hälfte der Strecke neben einer Schnellstraße im Dunkeln laufen mussten, zumindest gab es eine Art Bürgersteig. Einige zwielichtige Leute später, wurden mexikanische Burger und Wraps aufgetischt. Aufgrund eines nicht vorhandenen Taxis, entschlossen wir uns im Anschluss einen Herrn an der Tankstelle um Mitfahrt zu bitten. Dieser willigte ein und legte sogar etwas Umweg für uns ein, ein tolles Weihnachtsgeschenk für uns!

Früh ging es in die Koje, denn um 5.30 Uhr stand wie bestellt der Fahrer vor der Tür, um uns zur Tankstelle zu bringen. Hier warteten bereits einige andere Reisende und nach Gepäck-Check-In ging es mit dem Intercape-Bus zurück nach Johannesburg, diesmal leider ohne Wifi. Auf Nachfrage hieß es nur, dies gäbe es nie, warum ich welches auf der Hinfahrt im exakt selben Bus hatte, konnte sich niemand erklären. Am Nachmittag angekommen an der Park Station in Johannesburg, kümmerten wir uns zunächst um die für morgen geplante Weiterfahrt in den Krüger-Nationalpark. Direktbusse gibt es nicht, der gängige Weg ist es, mit einem Bus nach Hazyview, der nächstgrößeren Stadt zu fahren. Beim Unternehmen City to City wurde man für 16 Euro pro Person fündig. Per Uber ging es ins nahegelegene Banister-Hotel, welches durch eine sehr schöne Lobby bzw. Restaurant punkten konnte. Auch die Zimmer sind absolut gut, so dass hier ein Preis von ca. 45Euro fürs Doppelzimmer inkl. Frühstück gerechtfertigt ist. Bei einem kleinen Erkundungsgang ohne Wertsachen stieß ich auf einen Frisörladen und da ich eh mal wieder musste sowie die Temperaturen einem zusetzten, ging es nach kurzem Geldholen für 3€ mit der Maschine zur Sache. Parallel zum Laden befand sich die Nelson-Mandela-Brücke, welche über die Bahngleise führt. Als wir uns zu einem Abstecher dahin aufmachten, kam uns der Frisör hinterhergelaufen und machte uns unmissverständlich klar, dass wenn wir diese betreten, wir wahrscheinlich unsere Wertgegenstände verlieren würden. Für mich erschien dies etwas surreal, da wenig los war und es mitten am Tag war, aber wir hörten auf den guten Mann und zogen uns ins Hotel zurück.

Der nächste Morgen begann nach Frühstück und Uber mit dem Suchen des richtigen Busterminals. Allgemein kann man sagen, dass sich im Bahnhof größtenteils keine Weißen aufhalten, man selbst hier aber tagsüber ziemlich sicher ist, da genug Securitys Dienst schieben. Beklaut werden kann man schließlich an allen Großbahnhöfen dieser Welt. Unser Bus war leider diesmal ein etwas einfacheres Model, welches mit 3er sowie einer 2er Sitzen in jeder Reihe ausgestattet war. Der Bus war zudem schon sehr gut gefüllt und ein Teil der nach uns eintrafenden Passagiere, wurde nicht mehr hinein gelassen, sondern ein weiterer Bus angefordert. Wie es sein musste, waren wir die einzigen Touris und so lernten wir nun einmal das Fernfahren im Stile der Einheimischen kennen. Zum Glück waren keinerlei Tiere mit an Bord genommen worden. Nach ca. 5 Stunden in Hazyview angekommen, orientierten und stärkten uns zunächst in einem KFC. Von dort erblickte ich einen schlafenden Vanfahrer und haute diesen auf unseren Wunsch in den Krüger zu fahren an. Nach etwas Verhandlung wurden wir uns zu 12€ für die rund 45 minütige Fahrt zum Paul-Krüger-Gate, einem der Haupteingänge, einig. An der dortigen Rezeption des Parks erhofften wir uns, einen Transferservice in das 30 Minuten entfernte Camp Skukuza zu bekommen, wurden allerdings vom Schrankenwärter darauf hingewiesen, dass nur er andere Reisende fragt, ob Sie uns mitnehmen. Nachdem auch das vierte aussichtsreiche Auto ungefragt passierte, nahmen wir die Sache in die Hand und nach anfänglicher Verwunderung eines südafrikanischen Pärchens, saßen wir in deren SUV. Bereits auf dieser kurzen Fahrt bekommen wir erste größere Wildtiere zu Gesicht und waren somit voller Freude, auf die im Vorfeld gebuchten geführten Safarifahrten. Zunächst begrüßte uns aber unser Hüttenbungalow, welcher als komfortabel und ausreichend groß bezeichnet werden kann. Dieses hatten wir für etwas mehr als 70€ pro Nacht gebucht und wurden per Golfmobil zu diesem gefahren. Das Skukuza-Camp bietet ist mit einem Supermarkt, einem Restaurant, einem Cafe, einem Campingplatz, einem Museum, einer Bücherei, einem Spa und zwei Pools beachtlich gut ausgestattet. Insbesondere der Supermarkt im Herzen des Camps bietet alles Erdenkliche zu normalen südafrikanischen Preisen und es gibt zudem eine Kühlkammer, wenn man sich an heißen Tagen mal runterkühlen möchte. Das Restaurant liegt direkt am Sabie-Fluss, so dass man hier beim Essen oder Sitzen auf den zahlreichen Bänken drum herum, Tiere beobachten kann. Der Abend wurde recht früh für beendet erklärt, sollte es in wenigen Stunden doch schon zum Sunrise-Drive gehen.

3.00 Uhr riss uns der Wecker aus unseren Träumen und nach einer fixen Dusche ging es zum nahegelegenen Treffpunkt für die Morgen bzw. Nachtsafari. Gefahren wurde mit einem 20 Personen Jeep, der zur Hälfte gebucht war. Kostenpunkt waren übrigens 18€ p.P. für die 3 stündige Tour. Man hätte sich vor Ort auch selbst einen Wagen mieten können, aber wir vertrauten hier lieber auf die Kenntnisse des Guides. So fuhren wir  mal schneller, mal langsamer mit Taschenlampen leuchtend durch die Savanne, der Himmel wurde stetig heller und es war ein tolles Erlebnis. Wir bekamen Elefanten, Giraffen, Antilopen, Kudus, Gnus, eine Hyäne und Nashörner  in der Ferne auf dieser Fahrt zu sehen. Wirklich beeindruckend! Tagsüber konnten wir für längere Zeit eine Herde Wasserbüffel am Fluss im Camp beobachten, bevor es zum zweiten Game Drive ging. Hier gelang es uns zusätzlich noch eines der hier seltenen Galagos, dort bekannt als Bushbaby,zu  entdecken. Seine Augen verraten diesen kleinen Primaten in der Dämmerung/Dunkelheit und es sprang unglaublich schnell von Ast zu Ast. Zudem lief uns ein Leopard langsam über die Straße, ein magischer Moment. Nach zwei Nächten im Park hieß es am folgenden Morgen die Abreise anzutreten. Bei Buchung im Oktober hatten wir eigentlich vor min. 3 Nächte zu bleiben, jedoch waren nur noch 2 Nächte am Stück buchbar. Daher also die Empfehlung, nach Flugbuchung damit nicht zu zögern.

Auf unsere Frage am Morgen an der Rezeption, ob es einen Transport an den Paul-Krüger-Eingang gibt oder zur nächstgelegenen Stadt, rief die Rezeptionistin bei einem Unternehmer außerhalb der Stadt an und es konnte kein wirklicher Erfolg erzielt werden. Daher standen wir an der Tankstelle des Camps und fragten ein paar Fahrer und Touris, ob Sie zum Gate fahren. Nach rund einer Viertelstunde erblickten wir unseren Guide von den Safaris am Steuer eines Großjeeps und er musste zufällig auch aus dem Camp raus, so dass er uns bis zum Gate mitnahm. Dort hatten wir dann erneut Glück bei einer Südafrikanerin, die zwar Ihr Kleinkind mit dabei hatte, es aber in Ihrem SUV noch genug Platz für uns und unser Gepäck gab. Gegen etwas Spritgeld fuhr Sie uns sogar bis vor Hazyview und zeigte uns den richtigen Van zum hiesigen Busbahnhof. Dieser fuhr uns direkt zum Abfahrtsbereich für den Van nach Mbabane, der Hauptstadt von Swasiland. Zwar weisen auch ein paar Schilder den Van aus, aber es ist doch schon eher unübersichtlich dort und wir waren hier auch wiedermal quasi die einzigen Weißen. Für 10Euro pro Person konnte die 2-3 stündige Fahrt inkl. der Grenzkontrolle direkt am Van bezahlt werden. Das einzige Internetanbieter Magic Tours verlangt für seinen VIP Shuttle inkl. Essen das Dreifache. Bei Ankunft am Van fiel uns sofort auf, dass noch etliche Platze im Van frei waren, was laut südafrikanischer Standard, Warten bis alle Plätze voll sind, heißt. Dies zog sich dann ordentlich, so dass es erst geschlagenen 3 Stunden später losging. Da es keinen Liquorstore in der direkten Umgebung gab, konnte nur die lokale Küche gekostet werden. Es gab Porage und Bohnen, wahlweise mit einer Chickenkeule vom Grill an einem kleinen Stand zu kaufen. Die Landschaft war äußerst imposant während der Fahrt, müsste man doch etliches an Höhe zulegen und hatte so ein schönes Panorama. Die Grenzkontrolle lief gut und zu meiner Überraschung gibt es weiterhin den Stempel Swasiland und nicht den kürzlich umbenannte Landesnamen Eswatini in den Reisepass gedrückt. Aufgrund der späten Abfahrt erreichten wir Mbabane leider in der Dunkelheit, was nicht gerade zu unserem anfänglichen Sicherheitsgefühl beitrug. Da doch einige Fahrer auf den Van am Busbahnhof gewartet hatten, fragte ich zuerst, wer mich zuerst angesprochen hatte und mit diesem ging es dann zum Guesthouse einige Kilometer außerhalb des Zentrums. Auf halben Wege hielten wir notwendiger Weise noch bei einem Supermarkt, da die Essen-  sowie Bierversorgung in der Unterkunft von als unsicher eingeschätzt wurde. Mit leckerem Sebu-Bier, benannt nach einem Berg, erreichten wir das Ziel, um wenig später festzustellen, dass dies sogar bei Nacht gar nicht so nach dem angepriesenen Komfort und entsprechender Sauberkeit aussah. Nach Beschwerde ging es zusammen mit einem Security per Anhalter zu einem nahegelegenen Hotel, welches uns als Alternative empfohlen wurde. Dies war zwar ganz nett, aber auch nicht besonders groß oder herausragend und für 70€ fürs Doppelzimmer ein Monatslohn des Securities wie er uns mitteilte. Also eine Nacht in der ursprünglichen Unterkunft verbracht, am nächsten Morgen dafür ohne Probleme nur die Hälfte für diese bezahlt und mit einem Dänen aus dem Nachbarbungalow mit einem Taxivan, dem lokalen ÖPNV, zu seiner geplanten neuen Unterkunft, ein schön gelegenes Hostel. Dort angekommen war glücklicherweise noch ein Doppelzimmer für eine sowie zwei Betten im 6er Zimmer für die zweite Nacht frei. Neben einem Pool konnte die Unterkunft auch mit seiner Lage an  einem Wanderweg hinauf auf einen Berg mit toller Aussicht über Tal und Bergkette bieten. Da allerdings etwas schlechtes Wetter aufzog, verschoben wir die Wanderung und schlossen uns einem Kölner an, der mit einem Auto vor Ort war und einen traditionellen Stammestanz im Culture Heritage Park auf dem Programmzettel hatte. Hier standen bereits ein Reisebus und so war klar, dass es hier ein größeres Touriprogramm zu sehen gibt. Für 6€ Eintritt pro Nase erreichten wir kurz vor Beginn das Tanzspektakel, welches trotz rund 100 Zuschauern auf kleinem Platz gut Spaß machte und Respekt beim Betrachter erzeugte. Dazu setzte extrem starker Regen ein, so dass das traditionelle Dach des Restaurants zu einer Wasserrutsche wurde. Anschließend gab es noch einen erklärenden Rundgang durch das Stammesdorf. Anschließend ging es noch zu einem nahegelegenen Wasserfall, ganz nett und da man eh schon mal hier war…Zurück im Hostel besorgten uns erst einmal Vorräte aus dem nächsten Supermarkt bzw. Fachmarktzentrum. Hier gab es Läden für Allesmögliche. Mit vollen Tüten zurück in der Unterkunft verbrachte man zusammen mit unserem neuen Dänischen Freund den Abend in der offenen Lobby des Hostels.

Am nächsten Tag wurde dann der Berg erklummen (Umweltgebühr 2-3€), welcher eine beträchtliche Höhe hatte. Es ging 1,5 steil bergauf, anfangs durch Wald, dann gefolgt von einem dürren Abschnitt und am Ende war es sehr steinig und steil. Wer nicht allzu geübt im Wandern bzw. Klettern ist, wird hier durchaus überrascht. Ganz oben auf dem höchsten Felsen ist ein Pfeiler errichtet, auf dem man sich verewigen kann, sofern man mutig genug ist, über eine 10m tiefe Felsspalte vom nächstgelegenen Felsen zu springen. Danke, aber so wichtig ist‘s mir dann doch nicht. Die Aussicht bzw. das Panorama war trotz Bewölkung fantastisch und all die Mühen wert. Schweißgebadet wieder unten angekommen, schnell abgeduscht und dann erst einmal in den Pool, bevor leider wieder Regen einsetzte. Es war Silvester und so fanden sich noch mit einem kanadischen Pärchen, welches ebenfalls den Abend bei guten Essen und Bier im Hostel verbringen wollten, eine tolle Runde, um sich wie gewohnt ins Neujahr zu betrinken. Ohne große Kopfschmerzen am nächsten Morgen, also ein klarer Beweis für die Qualität des swasische und südafrikanische Bier, ging es an Neujahr per Minivan zunächst zurück nach Mbabane, um dort den Van nach Johannesburg zu kriegen. Mit etwas Hilfe war die Abfahrtsstelle am Busbahnhof im nu gefunden, jedoch schien niemand anders an diesem Tag zu dieser Fahrt motiviert zu sein. So ließ uns der Verantwortliche erst einmal in einem anderen Bus Platz nehmen und berichtete uns, dass der Minivan in der östlich gelegenen Großstadt Manzini startet, dieser aber noch auf weitere Fahrgäste dort wartet. Also war man wieder im typisch afrikanischen Warteraum angekommen und harrte der Dinge. Nach 1,5 hieß es der Bus sei losgefahren und nach 2,5h erreichte er uns. Zum Glück hatte der Organisator den Überblick behalten, so dass wir noch Platz im  Van bekamen, wer deutlich später kam, musste auf den nächsten Van warten, das heißt, falls es noch versucht wurde einem an diesen Tag voll zubekommen. Nach 4 Stunden und etwas  Eile an der Grenze, da wir noch frisches Geld holen mussten, kamen wir am Abend, erneut in der Dunkelheit, am Bahnhof Park Station im Zentrum von Johannesburg an. Übrigens kann man in Swasiland ebenfalls mit dem südafrikanischen Rand bezahlen. Beide Währungen entsprechen demselben Wechselkurs, da Swasiland seine Währung an den Rand angepasst hat.  Bei Ankunft vertrieb unser Fahrer mit einem selbstgebastelten Holzknüppel direkt mal die umstehenden Herrschaften und wir flitzen in die erleuchtete Station. Dort funktionierte das Wifi leider nicht wie gewünscht und so half und eine Security-Dame und empfahl uns bei Chicken-Licken- Fast Food auf den von ihr bestellten Fahrer zu warten. Während ich auf meine Burger wartete, beförderte Sie kurzer Hand eine magere Frau per Schlagstock aus dem Laden und half auch bei einem neben mir stehenden Mann mit Hilfe eines Elektroschockers an seinen Rücken tatkräftig nach, um die Sicherheit für uns zu erhöhen. Miele Gracie. Der Fahrer brachte uns dann sicher in das weniger als 10 Minuten entfernte Hotel. Was hier im Dunkel abging, ließ sich nur als Hardcore beschreiben, da neben überall Müll unzählige Menschen sich auf den Straßen befanden und doch einige sehr neugierig in unsere Auto blickten. Wir hatten Sorge jetzt mit Ansage ausgeraubt zu werden und so waren wir froh, dass der Taxifahrer unserem Wunsch folgte und mit ausstieg und auch der Security des Hotels die Tür fix öffnete. Die Innenstadt um den Bahnhof kann ich zum Übernachten nur empfehlen, wenn man im hellen mit Taxi ankommt und das Hotel ebenso wieder verlässt. Der Hotelzimmer im Buisnessburg Hotel war sehr einfach, jedoch hatten wir für 18€ gesamt im Doppelzimmer auch nichts anderes erwartet, für eine Nacht war es dennoch grenzwertig. Positiv und wichtig für mich im Gegensatz zu meiner Freundin, war das gut funktionierende Wifi, welches mir an diesem Abend die Verfolgung des Dart-WM-Finals störungsfrei ermöglichte J

Der nächste Tag war als kompletter Reisetag geplant, sollte es doch nun gen Süden des Landes gehen und zwar per Zug. Schon aus Dokus kannte ich die berühmten Strecken in Südafrika, die auch mit dem Luxuszug Blue Train befahren werden und einen besonderen Blick auf  Landschaft, Tierwelt Weite Südafrikas ermöglichen. Diese Variante kostet leider mehrere Tausend Euro, so dass Ottonormalo auf den normalen Zug zurückgreifen muss bzw. kann. Dieser ist eine super Alternative sofern man genügend Zeit bzw. Puffer einplant. Die Tickets konnte man im Vorfeld nicht direkt über die Homepage buchen, sondern muss entweder den Umweg über eine Onlineagentur gehen oder man braucht jemanden, der die Karten in Südafrika für einen bezahlen und abholen kann. Glücklicherweise kennt meine Freundin eine Bekannte in Kapstadt, die Variante 2 für uns machte. Das Geld ließen wir Ihr vorab über einen einmalig kostenlosen Auslandüberweisungsanbieter zukommen. Die erste Fahrt hatte als finales Ziel Port Elisabeth, an der Ostküste und somit am Indischen Ozean gelegen. Für rund 30€ pro Person sollte es für 25h im Zweierabteil, welches man standardmäßig bekommt, wenn man zu zweit bucht, losgehen. Nach einer Stunde Verspätung fuhr der Zug namens Shosholoza Meyl Express dann auch ein. Durch die stets hilfreiche Seite www.seat61.com wussten wir, dass es ein Bordbistro gab und hatten daher im Vorfeld hauptsächlich ein paar Softdrinks  und einige Süßigkeiten mitgenommen. Die Freude war groß als ich einen ersten Abstecher ins Bordbistro machte und neben einem 0,5Bier aus der Dose zu einem Euro, Burger und andere Mahlzeiten zu 2-3€ erblickte. Nach etwas genießen der Landschaft, wollte man sich ca. 1 Stunde später verköstigen lassen, hatte aber wie es so schön heißt, die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Wagen des Bordbistros war verschlossen und kein Verantwortlicher mehr auszumachen.  Also zurück in die Kabine und entspannt abwarten was sich tun wird bzw. bis man jemanden dazu fragen kann. Rund 2 Stunden dauerte es bis wir dann Gewissheit hatten, der Koch sowie der Restaurantmanager mussten den Zug verlassen und nach Joannesburg zurückkehren, warum war weiter unklar. Konsequenz: Für alle Reisenden die nächsten geplant 20 Stunden keine Verpflegung an Bord. Dies senkte meine Stimmung doch sehr, hatte ich mich auf einige Biere doch sehr gefreut. Wifi gab es übrigens nicht an Bord und so ging es im gemächlichen Tempo und mit gelegentlichen unerklärbaren Haltestops über viele Provinsbahnhöfe die 1.000km immer weiter. Das Zugfahren in der Touristenklasse, sprich eigenen Abteilen, ist übrigens als sicher einzuschätzen, so dass wir hier auch wirklich zu keinem Zeitpunkt Sorge hatten, wenngleich vor Diebstahl auch hier wie in jedem europäischen Land Vorsicht geboten ist. Der Zug war generell nur schwach ausgelastet und so schaukelte einen der Zug irgendwann in der Nacht in den Schlaf in seiner Pritsche.

Früh erwacht am nächsten Morgen freute man sich in wenigen Stunden das Ziel zu erreichen, wurde jedoch bei Blick auf das GPS von Google Maps arg enttäuscht. Die Entfernung zum Ziel war noch allerhand und so steigerte sich die Fahrt immer mehr zur Geduldsprobe, da neben dem oft langsamen Tempo viele Stopps aufgrund von Überholungen oder Gegenverkehr eingelegt werden mussten. Ursprünglich hatten wir für halb 11 unseren Mietwagen zur Abholung reserviert und kümmerten uns mit Hilfe zweier Südafrikaner erst einmal darum, unsere Verspätung bei First Car mitzuteilen. Sage und schreibe mit gut 7 Stunden Verspätung also nach 32 Stunden zusätzlich zur Wartestunde vor Abfahrt erreichten wir endlich mit sehnsüchtigen Augen den Bahnhof von Port Elisabeth. Ein Abteilnachbar bot uns an, dass wir mit ihm und seiner Frau, die ihn abholt, mitfahren können und diese uns an der Abholstation am Flughafen absetzen würden. Wir willigten ein und nach leichten Verzögerungen bei der Abholung, konnten wir unkompliziert und zügig unser Auto entgegen nehmen. So ging es am Nachmittag statt am Morgen nach Jeffreys Bay, der ersten Station unserer Fahrt entlang der Gardenroute. Dieser Küstenort ist als leider ehemaliger Geheimtipp für Surfer weltweit bekannt geworden und so fanden wir bei Ankunft neben einem sich weit erstreckenden Strand allerhand Surfshops, nach Surfen gekleidete Menschen und allerhand Unterkünfte vor. Leider hatten die Surfer bereits Feierabend, so dass wir diesen leider sehr vom Kommerz veränderten Ort nach kurzem Essenstop und Strandbesuch wieder in der Dämmerung verließen. Es wird davon abgeraten mit Pkw’s bei Nacht zu fahren und gleich am ersten Tag mussten wir diese Regel leider brechen. Hauptgrund für dieses Abraten sind die hohen Unfallzahlen bei Nacht durch Alkoholeinfluss gepaart mit Schlaglöchern in den ansonsten gut asphaltierten Straßen. So erreichten wir unser Hostel in Plettenbergs Bay namens African Guest Lodge bei absoluter Dunkelheit und mit Hilfe einer Auskunft in der Tankstelle, lag unsere Unterkunft doch zurückgezogen gelegen am Ende einer längeren Straße ohne Namen. Unser Doppelzimmer war absolut in Ordnung für die 30€ pro Nacht und bot eine kleine private Terrasse mit schönen Ausblick. Nach einem Bier von der Bar und dem Ende des Spiels von Liverpool vs. ManCity am brennenden Kamin der Hostellobby ging es müde in die Federn.

Der nächste Morgen begann nach einer kleinen Visite auf der Hostelterrasse gefolgt vom Strand, welcher neben seiner Größe durch allerhand Wassersportangebot auffiel. Wir machten nun das erste Mal Bekanntschaft mit der vorherrschenden Wassertemperatur des Indischen Ozeans, welche leider neben etwas Abkühlung an den Beinen ein Schwimmen unmöglich bzw. nicht genießbar machte. Daher zogen wir uns nach etwas Sonne tanken in ein Caferestaurant direkt am Strand zurück und ließen es uns mit dem allgegenwärtigen Englisch-Breakfast bei schöner Aussicht gutgehen. Anschließend fuhren wir rund 30km der zuvor zurückgelegten Strecke zurück, um uns ein Highlight der Garden Route, die mit 216m höchste Bungee-Jump-Brücke der Welt, anzusehen. Die Brücke führt die Gartenroute über eine Schlucht, in die sich Unerschrockene für rund 80€ von einer unterhalb der Fahrbahn gelegenen Plattform stürzen. Glücklicherweise gibt es gegenüberliegend eine Aussichtsplattform, so dass auch nicht schwindelfreie Leute das Spektakel in schöner Umgebung beobachten können. Für Souvenirjäger ist dieser Touristenspot ebenfalls eine Empfehlung, gibt es hier doch zahlreiche Händler mit einer großen Vielfalt an geschnitzten Tieren und  anderen landestypischer Kleinkunst, wobei wir preislich in Kapstadt eine bessere Alternative fanden. Einige Todesschreie später fuhren wir wieder gen Westen und stoppten als nächstes nochmals nach Plettenbergs Bay, zum Robberg Nationalpark, einem Nationalreservat, welches einen tollen Ausblick über die gesamte Bucht und zudem wie der Name sagt, ein beliebtes Habitat für Robben darstellt. Zu je 7eu Eintritt bekamen wir Zutritt und begaben uns auf die Wanderwege, eine Station, die ich definitiv weiterempfehlen kann. Um den Robbenplatz erreichen zu können, muss man die große Wanderroute, welche ca. 2 Stunden in Anspruch nimmt, wählen. Dazu fehlte uns an diesem Tag leider die Zeit, aber auch so war es ein lohnendes Erlebnis. Weiter ging es zunächst entlang der Küste mit einem Stopp in Knysna,einer idyllisch gelegenen kleinen Hafenstadt, welche im Hafenbereich insbesondere durch viele Künstlerläden und hohe Immobilienpreise auffiel. Auch diesen Stopp kann ich für eine Stunde definitiv weiterempfehlen.Die Nacht verbrachten wir in Mossal Bay, wo wir in einem Guesthouse samt Pool am Abend ankamen. Für ca. 45€ bekamen wir hier ein großes Zimmer samt üppigen Bad. Zum Essen kehrten wir nach etwas Suche in ein Strandrestaurant am Hafen ein, welches durch viele Einheimische und Live-Musik punkten könnte. Auch mein Essen, ein sogenannter Meat Bucket, wurde zwar nicht im Eimer serviert, bot allerdings einer Auswahl verschiedener Fleischsorten wie Ribs, Steak und Wurst für einen fairen Preis von umgerechnet ca. 5€. Dazu wurden Country und ein paar Welthits von einem gut angetrunkenen Musiker der alten Schule intoniert, wozu doch einige ebenfalls gut angetrunkene Gäste ihre betagten Hüften und Köpfe schwingten, ganz witzig. An der Bar feierten sich die Stammkunden wie gewohnt selbst, wir hingegen düsten per Mietwagen zurück zur Unterkunft.

Ihr ahnt es, wiedermal Englisch-Breakfast, diesmal in einer üppigeren Auswahl samt kleinem Buffet, war wiedermal der erste Tagesordnungspunkt. Nach dem Check-Out ging es zum Strand, welcher bereits ziemlich belebt war. Mein Augenmerk fiel umgehend auf einen blauen Zug, welcher dort ausrangiert und als Hostel, Bar und Restaurant umfunktioniert ein zweites Leben erhalten hatte. Diesen hatte ich bereits bei der Unterkunftssuche erblickt, bot jedoch ausschließlich die Schlafsaal-Variante, so dass er für uns  ausschied. Nach ein paar Getränken mit Blick auf Strand sowas etwas Ablenkung durch ein Cricket-Spiel im TV (echt ein beschissener Sport wie ich finde), machten wir uns auf die Socken, um die von uns gewählte Kwetu Guest Farm in Swellendam zu erreichen. Hier hatten wir uns in eine Lodge eingebucht, die über einen privaten ,,Wildpark‘‘ verfügt und somit die Chance auf Wildtiere aus nächster Nähe bot. So ging es kurze Zeit nach Bezug unseres eigenen zweistöckigen Hauses mit dem Mietwagen langsam immer weiter durch das Reservat. Zunächst machten wir Bekanntschaft mit einer Gruppe Strauße, die mich trotz meiner Anschleichversuche leider nicht nah an sich herankommen ließen. Wenig später machten wir Bekanntschaft mit zwei Giraffen, die direkt entlang des Weges sich die Baumkronen schmecken ließen und keinerlei Scheu uns gegenüber zeigten. Einfach toll, diesen Tieren so nah kommen zu können. Die rund 1 stündige privat Safari im Mietwagen rundeten einige Impalas und auch ein paar Antilopen ab. Im einige Kilometer entfernten Stadtzentrum besorgten wir dann alles nötige, um endlich mal ein eigenes Barbecue zu starten. Dank eigenem Grill in der Unterkunft konnten wir so das gute und günstige südafrikanische Fleisch in netter Landschaft genießen und sogar die beiden Giraffen interessierten sich für unser Treiben und kamen auf 100m an uns heran,  um in unserer Nähe Ihr Dinner abzuhalten J Beim Sonnenuntergang lernten wir noch unsere Nachbarn, zwei Russinnen, die schon einiges an Wein intus hatten, kennen. Aufgrund der einbrechenden Temperaturen verzogen wir uns in unser Haus.

Zur Abwechslung gab es am folgenden Morgen mal Frühstück mit Baguette und co bevor es mit Sack und Pack in die aufgrund seiner Bedeutung für Wale berühmte Küstenstadt Hermanus ging. Hier kann man von Herbst bis Dezember verschiedene Walarten beobachten, welche diesen Ort als Platz zur Geburt Ihrer Jungen aufsuchen. Wir hatten hier eine beeindruckende Aussicht über das Meer. Das Glück noch einen Wal zu sehen, hatten wir leider nicht, dafür entschädigte aber der leckere Kuchen samt Bier in einem Restaurant in unmittelbarer Klippennähe. Gestärkt ging es zum nächsten Stopp, Bettys Bay, ein bekannter Ort, um zahlreiche Pinguine aus nächster Nähe sehen zu können. Hier kann man einen Wanderweg gegen 1,50€ entlang laufen, jedoch findet man bereits vor diesem hunderte Pinguine, die bekannter Weise die am besten gekleidete Vögel der Welt sind,  in direkter Nähe zum Parkplatz, so dass wir uns die Zeit und die 1,50€ sparen konnten. Pinguinen sollte man in Südafrika meiner Meinung nach unbedingt mal einen Besuch abstatten. Als nächstes sollte es zum Weingut Murrati, eines der ältesten Weingüter Südafrikas gehen. Allerdings erblickten wir in den umliegenden Bergen die ein oder andere Rauchsäule und Helikopter der Feuerwehr drehten Ihre Kreise. Ein solcher füllte seinen Löschtank, welcher an einem Seil hing, gerade an einem See auf als wir vorbei fuhren. Wir erkundigten uns bei einem Feuerwehrmann, ob die Straße Richtung Kapstadt frei oder gesperrt sei und leider traf letzteres zu, so dass wir eine Ausweichroute über eine größtenteils nicht asphaltierte Straße durch die Berge nehmen mussten. Unser Mietwagen ließ uns glücklicherweise nicht im Stich und so erreichten wir zwar später als geplant aber noch vorm Sonnenuntergang das Weingut, in dem wir uns in ein Cottage eingemietet hatten. Dies war zugleich mit 85€ gesamt unsere teuerste Unterkunft der Reise, und bot neben einem sehr nach Jagdhaus eingerichtetem Haus auch eine inkludierte Weinprobe am nächsten Tag.

Pünktlich um 9 zur besten Weinzeit suchten wir beim Personal nach einem zuständigen Mitarbeiter, welcher uns zugleich zu unserem Platz auf der Terrasse führte und schlussendlich 5 verschiedene Weine, die wir aus einer Karte wählen konnte, servierte. Anschließend wurde uns auf unseren Wunsch hin noch das Weindepot gezeigt und einiges zum  Weinanbau bzw. Verarbeitung erzählt. Nach einem kleinen Einkauf im Shop für die Lieben daheim, steuerten wir noch 2 weitere Weingüter namens Spier und Waterfort an und rollten anschließend im Auto gen Kapstadt, welches ca. 50km entfernt war. Schon von weitem sahen wir den Tafelberg, welcher uns zugleich auch als Orientierung für unsere Unterkunft dienten, da selbige in der Nähe dessen lag. Diese hatten wir über eine Bekannte meiner Freundin bekommen, da diese für Austauschschüler und Lehrkräfte aus Deutschland Zimmer vermieten, zu 20€ gesamt die Nacht bekommen. Unsere erste Fahrt in Kapstadt führte uns zum Strand der Schönen und Reichen, dem Strand im gleichnamigen Nobelviertel Camps Bay. Ein sehr breiter Strand mit beeindruckender Aussicht liegt dieser auch zudem nah an einer Bergkette, so dass sich einem ein schönes Panorama bietet. Die Wellen hier waren schon ziemlich hoch und leider reichte es auch hier aufgrund der Wassertemperatur nur für ,,bis zu den Knien‘‘. Ein ausgiebiges Sonnenbad und ein Eis vom Strandverkäufer später ging es mit am Abend dann in eines der vielen hippen Burgerrestaurants.

Tag 2 in Kapstadt startete früh hektisch, hatte ich doch bei meiner Kurzrecherche für eine Quadtour in den Dünen vor Kapstadt Erfolg für eine Tour, die bereits eine Stunde später beginnen sollte. Nach schneller Buchung ging es flott in den Mietwagen, ob den angegeben Treffpunkt außerhalb von Kapstadt bei den Dünen zu finden. Doof nur, wenn der Google Maps Ausschnitt auf der Homepage des Anbieters einen mehrere Kilometer vom richtigen Ort entfernten Punkt anzeigt, der tatsächlich eine illegale Müllkippe war. Wir waren somit zur Startzeit am falschen Ort und wussten auch nicht wo wir nun hin mussten. Daher fuhren wir auf gut Glück zu den besagten Dünen in der Hoffnung Schilder oder Menschen dort zu sehen. Und tatsächlich kamen wir zwar 15 Minuten später an, allerdings nicht zu spät, wurde doch gerade erst die Einweisung abgeschlossen. Diese dauerte dann für uns nur 1 Minute und schon fand man sich auf einem der 8 Quads wieder und folgte dem Guide. Insgesamt ging die Tour 1 Stunde und bot einem enormen Fahrspaß, da die Dünen einem neben steilen Steigungen und Abfahrten auch den ein oder anderen Sprung und viel driften ermöglichten. Für ca. 35 € eine super Aktivität, die jedem nur weiterempfehlen kann. Als nächstes und bei einem Aufenthalt in Kapstadt unumgänglichen Programmpunkt folgte der Tafelberg. Wir entschieden uns die Seilbahn, welche eine lange Historie vorweisen kann, nur für den Rückweg zu nutzen und den Weg auf die ,,Spitze‘‘ des Tafelbergs per Pedes zu bestreiten. Bestreiten ist hier auch das treffende Wort, den der Weg hinauf war durchaus nichts für wenig fitte Leute und ging teilweise auch etwas ins Klettern über. Auf den letzten hundert Metern muss man durch eine Art Bergspalte wandern, so dass der Wind wie durch einen Kanal geschossen wird und dies zudem die gefühlte Temperatur nochmal gut nach unten senkt. Nach 2,5h erreichten wir das Plateau. Mittlerweile waren teilweise ordentliche  Wolken aufgezogen, so dass sich der Panoramablick über ganz Kapstadt und den Atlantik teilweise nur für weniger als 1 Minute zeigte. Nach einiger Zeit oben und einer Erfrischung im Restaurant, gab es die Durchsage, dass alle Besucher zur Gondelstation gehen müssen. Der Wind war so stark geworden, dass es für Besucher oben und den Betrieb der Gondeln zunehmend zu unsicher wurde. Für 11€ ging in ca. 10Minuten wieder nach unten und ein tolles und zugleich deutlich anstrengender als erwartetes Erlebnis war abgehakt. Nach kurzem Zwischenstopp in der Unterkunft ging es Dank der Weihnachtsüberraschung meiner Freundin direkt weiter zur Victoria & Alfred Waterfront, dem Yachthafenareal von Kapstadt. Hier galt es zunächst den richtigen Ableger zu finden, um dort unsere Tickets für eine einstündige Katamarantour vor Kapstadt zum Sonnenuntergang abzuholen. Allerdings war zunächst am richtigen Ort keiner anwesend und so begannen wir etwas zu zweifeln. Über den Tafelberg zog mittlerweile eine gewaltige Wolkenfront hinab nach Kapstadt. Wenig später kam jemand und erklärte, dass es für die Tour heute zu windig sei und man diese am morgigen Tag nachholen wird. Da kann man nichts machen und so zog es uns in ein angrenzenden 6 stöckiges Gebäude, welches sowohl einen enormer Souvenirshop als auch ein Museum mit allerhand Exotik und Kuriositäten aus der südafrikanischen Kunst- und Jagdhistorie zu bieten hatte. Hier machten wir ein paar Schnäppchen beim normalen Touribedarf und fuhren dann zurück zur Unterkunft. Übrigens bemerkenswert ist der Preis für das moderne und riesige Parkhaus am Hafen, zahlt man hier doch tatsächlich für 2 Stunden weniger als 1€. Touriabzocke ist hier also nicht der Fall, wenn gleich die zahllosen Restaurants im Hafen ein entsprechendes Preisniveau für Touristen und Upper-Class offerieren, jedoch alles noch in Relation zum sonstigen Preisniveau in Südafrika. Wir zogen es vor diesmal ein koreanisches Restaurant aufzusuchen, um eine Auswahl unterschiedlicher Tiere serviert zu bekommen. So fanden sich wenig später Zebra, Strauß, Warzenschwein, Kudu auf unserem eigenen Tischgrill wieder und sorgten für einen Gaumenschmaus.

Auch der letzte volle Tag in Kapstadt war mit Programmpunkten gefüllt, wie auch sonst, wenn man nur einmal an diesem schönen Fleckchen der Erde ist. Zunächst ging es am Morgen nach Muizenberg, welches für seine bunten Holzhäusern am Strand als Postkartenmotiv bekannt ist. Hier machten wir ein privates Frühstück und beobachten dabei die Kinder in einer Surfschule, welche zugleich von einigen fürsorglichen Müttern beäugt und gefilmt wurden. Weiter führte uns der Weg nach Simons Town, einem kleinen Hafenort mit reicher Geschichte. Nach weiterer Autofahrt erreichten wir dann unser eigentliches Ziel, den Nationalpark des Kaps der Guten Hoffnung. Hier wurden einem bei Einlass für südafrikanische Parks ein ungewohnt teurer Eintritt von 17€ pro Person abgenommen, der mich erstmal etwas aufregte. Da man aber ja nur einmal hier ist und der Weg jetzt auch nicht gerade kurz war, ließen wir uns mal darauf ein. Das Areal bzw. der Nationalpark ist weitläufig und nur mit eigenem PKW zu durchqueren. Es gibt einen bzw. zwei Leuchttürme von deren Lage man einen super Blick über den Atlantik bis hin nach Kapstadt hat. Des Weiteren gibt es Wanderwege entlang der Klippen, die auch zur berühmten Stelle des Kaps der guten Hoffnung führt. Mangels Zeit entschieden wir uns aber lieber für die 10 Autominuten dorthin und naja außer einem entsprechenden Schild, vielen für ein Foto posierenden Touris ein paar Äffchen und viele Vögel war dieser Ort mehr ungemütlich als etwas optisch besonderes. Da konnte die Aussicht im Bereich des Leuchturms doch deutlich mehr überzeugen. Über Chapmans Peak, einer Straße, die in einen Berg entlang der Küste gebaut wurde fuhren wir zurück. Essen gabs am Nachmittag dann in Kapstadt in einer Restaurant und Hostelstraße imTigers Milk/ Bar Splendido. Diese konnte neben einer sehr cool eingerichteten Bar mit entspannten Sitzplätzen im Innenhof überzeugen und hielt diesen positiven Eindruck auch beim Fleisch. Am Abend dann der zweite Versuch mit dem Katamaran abzulegen und diesmal war der Wettergott mit uns und so legten wir zusammen mit rund 10 anderen Menschen plus 3x Personal im Hafen ab. Zu den Klängen der größten Bob Marley Hits und anderen Weltsongs fuhren wir dem einbrechenden Sonnenuntergang entgegen, eine rundum gelungene Tour die von ein paar südafrikanischen Bier und etwas gratis Sekt abgerundet wurde. Zurück an Land gabs noch einen kleinen Snack in einer der chicken Restaurants bevor man aufgrund des notwendigen frühen Aufstehens am nächsten Morgen noch etwas Schlaf tanken wollten.

Das Auto konnten wir am Abreisetag aus Kaptstadt in Bahnhofsnähe ohne Mängel zurückgeben und die paar hundert Meter im deutlich sicherer wirkenden Kapstadt zu Fuß zurücklegen. So nun stand der Endgegner unserer Reise an, der Zug namens Shosholoza Meyl Express dort, doch wie üblich ging es natürlich noch nicht los. Es mangelte noch an einem Toiletten- oder Duschwagen, so dass es mit über einer Stunde Verspätung die 1.300km gen Johannesburg ging. Vorgesehen war im Fahrplan eine Fahrzeit von 26h, so dass man am nächsten Morgen dort hätte ankommen sollen. Der Konjunktiv ist an dieser Stelle wichtig, denn natürlich lief wieder allerhand schief. Gutes Vorweg, das Bordbistro hatte diesmal durchweg offen und so war zumindest du Bierversorgung (1€ für 0,5l) gesichert. Zudem hatte der Zug diesmal mehr Komfort, gab es doch neben einem Wohnzimmer-Wagon, Bordbistro auch ausreichend ungenutzte vierer Abteile, so dass wir uns hier gratis und offiziell vergrößern durften. Wir genossen die wunderschöne und sich im mehrere Stunden Takt abwechselnde Landschaft und Weite Südafrikas und ab der Dunkelheit half uns Netflix Offline mit seiner Serie Dogs of Berlin die Zeit gut umzubekommen. Am nächsten Morgen stellten wir leider erneut fest, dass wir von der Strecke deutlich hinter dem Soll zu diesem Zeitpunkt lagen und befürchteten, dass alles wieder so kommen würde, wie bei der ersten Fahrt. Doch tatsächlich kam es noch schlimmer. Unser Zug hielt wieder etliche Male auf offener Strecke an, um Züge durchzulassen oder aufgrund von roter Signale. Irgendwann hatte man sich im Schildkrötentempo dem Großraum Johannesburg genähert doch dann ging nichts mehr an einem Vorort-Bahnhof. Ein älteres Pärchen war der Grund dafür, hatten diese doch etwas total Bescheuertes auf Ihrer Agenda. Statt einfach 8h mit dem Bus von Kapstadt nach Port Elisabeth zu fahren, hatten sich diese entschlossen, besser den Zug zu wählen. Dieser verkehrt aber nicht zwischen den beiden Städten, so dass Sie den 2.300km Weg über Johannesburg nach Port Elisabeth nahmen. In Zeit bedeutete dies somit rund 60h sprich knapp 3 volle Tage. Da Sie aufgrund der enormen Verspätung des Zuges Ihren Umstieg trotz 5h Puffer nicht mehr schaffen konnten, wurde ein Van von der Bahngesellschaft losgeschickt, um diese abzuholen und zum Bahnhof zu fahren. Davon profitierten wir, nachdem der Fahrer eine weitere Stunde sinnloser Wartezeit hat verstreifen lassen, da es Kommunikationsprobleme gegeben hatte, Hass! Mit einer ordentlichen Portionen Wut im Bauch ging es dann mit dem Van und 6 weiteren VIP  Leidensgenossen nach Johannesburg. Das ältere Paar bekam im Dunkeln des Abends den Zug noch und konnten sich direkt wohl in das nächste Fiasko stürzen und wir wurden am Flughafen, in der Nähe unserer letzten von insgesamt 14 Unterkünften abgesetzt. Per Uber kamen wir dann nach 38h endlich am ersehnten Hotel an. Der Uberfahrer wollte uns dann auch noch übers Ohr hauen, allerdings konnte dies mit Hilfe des Hotelmanagers zu unserem Glück geklärt werden. Gerade so schafften wir es noch etwas im Hotelrestaurant zu Essen zu bekommen. Mit ein paar Runden Billiard und Bier am Hotelpool fand der Tag dann zumindest noch ein angenehmes Ende. Zugfahren in Südafrika, gerne einmal, aber niemals ein zweites Mal und niemals wenn man nicht genug Zeit dafür hat. Der Abflugtag wurde dann komplett am Hotelpool verbracht und das ein oder andere Kaltgetränk wurde an diesem heißen Tag noch bei Planespotting und Billiard seiner Bestimmung zugeführt. Leicht angeschlagen ging es dann am Abend mit dem kostenlosen Hotelshuttle zum nahen Airport. Hier alles unkompliziert, die letzten Rand für Cider und Essen investiert, traf man zufällig noch auf Kumpel Heiner, welcher ebenfalls eine Afrikareise mit Freundin hinter sich gebracht hatte. Wir flogen mit Vergin Atllatic nach London und trafen dort nach einem zu stressigen Umstieg wieder auf Heiner und Freundin, welche etwas später abgeflogen waren, aber eher angekommen waren. Im  selben British Airways Vogel ging es dann zurück nach Düsseldorf, wo uns Deutschland wir erwartet mit 30Grad weniger und Regen erwartete.

Für mich war es, abgesehen von Marokko, die erste Afrikareise und ich muss sagen, dass sich diese Ecke der Erde zu diesem Zeitpunkt als richtige Wahl und eine tolle Erfahrung bewahrheitet hat. Neben der sehr schönen Landschaft bleiben mir heute knapp  4 Wochen später vor allem allerhand tolle Wildtiererlebnisse und die Hilfsbereitschaft sowie tolle Lebenseinstellung und Freude der Afrikaner in Erinnerung. Davon können wir uns echt eine dicke Scheibe abschneiden und ja auch hier sind die Züge ja alles andere als pünktlich J Mit insgesamt knapp 1.600€ p.P. inklusive Flüge und aller Kosten kann man hier ohne eine Sekunde zu zweifeln sagen, dass diese 5.000km Tour auf dem Landweg jeden einzelnen Euro und jedes frühe Aufstehen wert war und daher meinerseits eine klare Empfehlung Südafrika einmal einen Besucht abzustatten. Auf meinem Reiseplan steht als nächstes aber wieder erstmal ein anderer Kontinent. Auch dazu werdet Ihr wieder von mir hören, wenn bzw. falls ich auch  die Reise nach Fernost überstanden habe Happy

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